![]() |
Meine aktuelle situation ist die, dass ich seit ca. 2 monaten in einer camphill gemeinschaft in der nähe des dörfchens HUDSON, im staate NEW YORK lebe. Die TRIFORM CAMHILL COMMUNITY arbeitet auf grundlage der antroposophischen lehre rudolf steiners uns karl königs mit menschen mit behinderungen. Ich bin im august nach einer mehrere ettappen langen reise (ffm-jfk-broklyn-nyc-hudosn,ny), die ca 9h dauerte von ried dem hausvater, matthew einem 45 jähringen sehr witzigem jurneyman(dazu später) und karsten, am bahnhof in hudson empfangen worden. Karsten ist ebenfalls jurneyman, autist und halb deutsch.Er ist sehr selbstständig und mag keine action, aber zu den eigenheiten der young people(people with special needs) komme ich später. Nach einem eis in der haupstraße von hudson bin ich dann ins ORENDA haus eingezogen. Zunächst in ein kleines übergangszimmer, und später in mein jetziges, noch kleineres, wohl mein endgültiges zimmer für dieses jahr, eingezogen. Das wäre ja ok, wenns nich das kleineste aller sowohl coworker, als auch young peoples zimmer wäre. Ich habe schon einige konversationen und diskusionen diesbezüglich geführt und das ergebnis ist wohl, dass ich hier drinnen bleiben werde. Ein hauptgrund ist wohl, dass ich hier sehr nahe an meinen students drann bin, und so perfekt pflegen kann. Und da ich hier nicht ohne grund bin, sondern lernen und natürlich en guten job machen möchte wird das wohl alles nun so sein wies ist. |
Der Anfang war anders als erwartet total flach. Ich erwartete eine genaue einführung und vorbereitung, damit ich meine arbeit gewissenhaft und gut beginnen können würde. Und auch ein gewisses maß an unterstützung. Dem war nicht so. Ich bekam weder eine führung noch eine einführung. Mir wurde weder meine workarea noch mein schlüsselstudent vorgestellt. Ich war im haus mit den andern coworkern anne, die jetzt immer noch hier ist, und judith. Judith bekam am zweiten tag hier die nachricht, dass sie es in ihren traumstudiengang geschafft hat. Demnach hat sie uns mit gutem grund verlassen, aber hat uns auch mit ner armladung voll arbeit zurückgelassen. Aber auch dazu später.
| Willkommen! ..?Die ersten tage verliefen eigenartig. Ne mischung aus vorfreude auf das jahr, aufregung, unwissenheit, unbehagen, ärger über die entscheidung hergekommen zu sein, und motivation. Ja das mit der motivation war so ne sache. Wer mich kennt könnte wissen, dass ich generell ein hohes maß an motivation mitbringe. Perfektionismus und Siegeswille ist mir irgendwie eingepflanzt. Deshhalb steckte ich am anfang ein unmaß an energie in alles. Allerdings war das allemeine gefühl eher ein in der luft hängen. Keine informationen, ärger über das kleine zimmer, und ein dicker haufen unwissenheit. Deshalb verpuffte der anfängliche anspurt im nichts, da meine füße in der luft hingen. Dieses gefühl ist allerdings bis jetzt nur leicht verblichen. |
![]() |
Mit der zeit kamen erste gespräche mit verschiedenen leuten, die mehr oder minder über die situation des ortes aufklärten. Ich war vormittags im garten eingeteilt, wo noch "sommercoworker" arbeiteten und die erntezeit ihre hochphase hatte. Dementsprechend hat der garten graucht und war voller leute. Diese zeit war sehr interressant und aktiv. Der erste kontackt mit students war sowas wie ein schmiss ins kalte wasser. Ich hatte keine ahnung, welche behinderung, welche verhaltensmuster, welche zu bevorzugende umgangsweise für die einzelnen personen richtig wäre. Ich musste also nach eigenem gutdünken, freundlich mit den leuten umgehen lernen. Was ja so nichtweiter schlimm ist, aber einem das gefühl der machtlosigkeit gibt. Im garten konnnte ich mit meiner kräutergartenerfahrung trumpfen und mein nicht geheucheltes interesse hat mich dann wohl an den garten festgenagelt. Die Nachmittage gingen mit sehr angenehmen programmpunkten vorrüber wie schwimmen beim lake trip, food processing u.a. .
Die kommenden zwei monate, bis zur jetzigen stunde, sollten voller schwankungen stecken. Probleme, krankheiten, erfolge, misserfolge, motivation, action und neblschwaden. Nebel? Ja der ganze scheiß der in einem vorgeht und der fragt: ist das hier was du willst? ..
Wichtig war es, die anderen coworker kennenzulernen und die ersten gespräche, meist auf deutsch(weil sieben deutsche), zu führen. Der anfangs wichtigste dude ist wohl bradley, der hier in der nähe in eiem sogenannten bruderhof aufgewachsen ist, einer krassen sektenartigen total verschlossenen gemeinschaft, ohne moderne einflüsse. Total isoliert von der modernen verrücktheit der jugend idt er also scharf auf alle action die sich ihm bietet. Er ist en großer klotziger sehr schlauer kerl, der mit dieser eigenart voll meine überzeugung trifft. (immer alles überall und soviel wie geht[wird mir bestimmt irgwann zum verhängnis]) Er organisierte somit an unseren gemeinsamen OFF-tagen(ich.brad.Jakob aus münchen, auch en sehr netter ruhiger) die feinste action. Wer meine facebook bilder gesehn hat kennt die klippenspringerei, segeltouren auf dem hudson river und diverse shopping touren. Im großen und ganzen heißt das viel fahren.. aber das ist auch die einzige möglichkeit aus triform raus zu kommen. Und um ehrlich zu sein irgendwie gehts einem doch dann mal aufn keks.. mal weniger, mal gewaltig!!
![]() |
tief hinunter, und hoch hinausEin par einzelheiten zum klippenspringen wären vlt nich schlecht.. Bradley ist, wie schon erwähnt, in einem bruderhof aufgewachsen. In der nähe dieses bruderhofs, in den catskill mountains gibt es einen creek(flüsschen), der ein par stellen hat, die grad so zum springen geeignet sind. Diese werden im sommer von den ganzen jugendlichen belagert. Wie auch immer wir sind hin im späten spätsommer. Will heißen dieser kack creek war creeking kalt. aber naja wir musstens durchzihen.. letzte möglichkeit dieses jahr. Zuerst sind wir durch den wald zu ner tief im tal liegenden, vom wald versteckten stelle bei der die höchste klippe möglicherweise 8 meter hatte.// Danach zu einer anderen, die direckt neben einer straße liegt und eine klippe von ca. 12metern zu bieten hat. Plus noch kleinere(7m,9m,10m).. zum üben. Alles in allem bin ich nach langsamem rantasten zwei mal die 12 meter gesprungen. Man muss auch wissen, dass man dabei ungefähr über ne 1 meter klippe springen muss und in einem 5mx5m becken landen kann. Wie auch immer ich hab die sache zufor gut durchdacht und abgecheckt. |
![]() |
|---|---|---|
| Segeln nahm uns brad auf ein boot, das irgend nem reichen opa gehört, den er um en par ecken kennt. Er ließ uns alleine auf eines seiner drei geilen kleinen segelboote. Super geiles adventure, auf einem wunderschönen riesigen fluss rumzucruisen, vom mast zu springen und halt einfach mal zu segeln!! Die andern off-tage verlifen meist mit langen fahrten im auto. Mal shoppen, mal nach woodstock. Ja das woodstock. .. |
Zurück zu meiner Arbeit. Es ist schwierig diesen summary zu schreiben, wos mir im moment doch wirklich recht gut geht. Doch dem war zu anfang mal noch nicht so. Ich litt unter diesen stinkigen schwindelkopfschmerzen, die von einer nackensehnenzerrung herührten. Diese ist bei meinem letzten rugbyspiel entstanden. Dann hatte ich zu anfang diese URalt matratze, die mir das leben hier wohl so hart gemacht hat. Schlechten schlaf, und elendste kopfschmerzen. Dazu der haufen Arbeit und die umstellung, den ganzen tag mit aufgaben verplant zu sein, und sehr sehr wenig frizeit zu haben. Und die blanke überforderung. Nicht genau zu wissen, was er hat, wie man mit ihm mumzugehen hat. Die angst vor fehlern. Die unbequemlichkeit ständig zu fragen. Die unsicherheit, was wann passiert und zu passieren hat. Die unsicherheit, ob das hier alles richtig ist. Die einstellung auf 80 neue leute. Mein kleines zimmer. Ne zeit starker emotionen, zweifel und kopfschmerzen. Nichtsdestotrotz bin ich wohl ganz gut durch dieses kalte wasser geschwommen in das wir coworker geschmissen wurden. Mitlerweile hab ich meinen weg gefunden mit der schamlosen dominanz-, und kontrollhaltung meiner hausmutter Virginia umzugehen und Rieds ausgelassene ruhige und sehr hilfsbereite art zu genießen.
Es wird immer einfacher mit meinen sutdents um zugehen, da mann sich an rituale und eigenarten gewöhnt und sich so zugang verschafft. Meine arbeit und auch persöhnliche bezihung zu eric, meinem schlüsselstudent ERIC wir immer einfacher und besser. Die routine wie wir ausgetüftelt haben funktioniert. Ich beginne damit ihm die ein oder andere challenge zu geben, so dass er hoffendlich was lehrnt.
| Eric | 19 jahre, etwas kindlich, und sehr speziell. Er hat eine unglaublich liebenswürige art und scheint fast immer glücklich zu sein. Er freut sich so unglaublich über kleineste ereignisse, die er versteht. so zum beispiel der wechsel der jahreszeiten und monate. oktober ist so ziemlich das beste was es gibt, und der november erst. Sowas wie halloween ist kaum zu übertrumpfen. Jedoch hat er auch die eigenschaft, dass er mit manchen gefühlen nur schwer umgehen kann. |
| Matthew | schwätzt einem immer irgwelche organisatorischen aufgaben auf, so wie: "du musst den und den anrufen. du gehtst heute da hin? wir brauchen ein fahrer und ein auto. go call Ried. We need to call somebodey?" Er liebt es wohl leute anzurufen. Er mag mich wohl ganz gerne und will mir deshalb immer freizeit verschaffen. Er sagt dann sowas wie: jakob is going out tonight, anne be here for him...." eigentlich doch echt sehr nett. |
| Karsten | ein sehr eignständiger 45 jähriger kumpel von matthew. Er ist autist und sehr liebswürdig. Hat ein par schleifen in der immer wieder fällt, auf die aber jeder gerne mit humor reagiert. |
| Holly | ist eine süße kleine dame, die immer zum nem kleinen späßchen bereit ist und freude in jede situation bringt. Sie malt tolle abstrackte bilder, die so simpel wie phantasievoll sind. |
| sean | ist grundsätzlich nett, fröhlich und aufgeweckt. Liebt es zu malen und zu tanzen. Er tanzt sogar so gerne, dass er ohne musik seine tänze übt. Er hat auch eine andere seite, die von etwas traurigkeit geprägt ist. Aber diese zeiten übt er zu überwinden. |
| Peter | ist der nina luke skywalker unter uns. Er hat etwas seinen eigenen kopf aber ist bodenständig, ruhig und sportlich. Ich konnte ihn schon zwei mal in den fitnessraum mitnehmen. |
Mein allererstes projekt, war geiles baguette. Ich hatte hier ein buch entdeckt, was penibel genau die anleitung zum wirklich echten baguette gibt. Der bin ich gefolgt und es war gut! Die Crossaints waren eher medium, aber ich bin drann. Gute croissants selber zu machen ist aber auch schon ne kunst.
Das letzte projekt, entstant aus einem unglück. Die vorgeschichte ist die, dass ich den garten, dem ich morgens zugeteilt bin, für drei wochen führen musste. Ethienne, der eigentliche gartenboss ist mit seiner frau rebecca und seinem kleinkind theodor nach canada in die ferien. Beim abschneiden scjnüre an den tomatenstöcken zerbrach ich den plastikgriff eines eigentlich guten gartenmessers. Nicht nur aus der scham heraus, sondern auch aus eifer begann ich dann einen neuen aus holz zu fertigen. Die idee gab mir ethan, der leiter der forestry, der für seine ächste die griffe selber fertigt. Ethienne war froh und ich begeistert.
| Mein nestes und wohl langzeitprojekt ist ein snwobike. Ich hab hier alle ressourcen von ski und bike bis schweißer und co. Mal sehn wie sich dieses langzeitprojekt macht. | ![]() |
Schnee ist das medium dem ich mich nun verschrieben habe. Zusammen mit Bradley, der noch absolut neu und etwas wackelig auf dem brett ist, Jakob v.G. (anderer coworker),
dessen passion sowieso seine beiden bunt bemalten skier sind und zwei görlies, Aerum, neu aufm brett und Andrea alteingesessen, haben wir unseren freien freitag
den shreddern vermacht.
Dazu haben wir mit erstklassigem profigeschnorre 50% auf den saison pass im nahegelegenen skigebiet gesichert(danke Jakob vG).
Er hat dort mit einem Brief um gnade gebeten, da wir ja volunteer worker seien und nur 150$ Bucks und wenig freie zeit bekommen.
Gesammt heißt das haben wir nun nur 150$ für eine ganze Saison am
| Nun ist also weihnachten rum gegangen. ziemlich wild ohne großes familiengerdöns. Schon komisch sowas wie weihnachten, was ausnahmslos immer besonders war und nach einem bestimmten muster ablief, aufeinmal komplett anders zu feihern. Das drumherum jedoch geht schwerst nach vorne los. Das Eisbot wurde auf den hudson gesetzt und die snowboards in vermont geshreddert hierzu mehr. | ||
| Der Januar in Triform bringt viel Schnee mit sich. Der Schnee In amerika bringt viel gemütlichkeit mit sich. Die gemütlichkeit wird durchbrochen von harter schnee-schauflerei. Ansonsten hat meiner meinung nach der schnee aber nur gutes! Er kreiert eine wunderschöne landschaft marke winterwunderland. Der catamount protzt mit viel schnee und dicksten kickern. dementsprechend verbringen wir so ziemlich jeden off-day auf dem berg. Die routiene hierfür ist: 10am losfahrn 3pm heim sauna frühes abendessenkochen raus zum nightskiing. Dazu kommt dass wir wenn lustig nachts hier vor einem haus die lichter anschalten und die PICKNICKTABLERAIL featuren, die wir in den weihnachtsferien gebaut hatten. Meine snowboardskills werden immer besser obwohl mein board der letzte bullshit ist. | ||
Der Februar ist mit einem lauten knall eröffnet worden, hier in Triform. Der sogenante Bell Choir hat mit langen konstanten proben eine performance eingeübt, die dann zur spendengala in NYC aufgeführt wurde. Der Bell Choir funktioniert so, dass die menschen mit behinderungen, unsere students, jeweils eine oder zwei schöne glocken halten und auf komando des dirigenten erklingen lassen. Der dirigent, in unserem fall Akiko, die eine sehr begabte musikerin und hausmutter ist, fügt dann diese einzelnen töne zu einem harmonischen ganzen zusammen. Der chor im hintergrund legt die melodie über das ganze und zusammen klingts dann nicht schlecht! Ich habe selbst im bass mitgesungen. Der konzertsal war einfach mal so einen block neben dem Flatiron building im absoluten central manhatten. Dementsprechen sind alle dudes hier hart ausgeflippt. Es war das ereignis des Jahres. Allerdings auch anstrengend. Der Schnee ist bis gestern konstant genial gewesen. Das bedeutete feinstes snowboarden. Ich habe einen kicker hinter ein haus gesetzt der nicht grade klein ist! Ethan, der auch wohl mal gebordet ist, hat mir mit dem tracktor einen riesen schneehaufen aufgehäuft, sodass man genug speed bekommt um durch die zwei bäume zu springen!
|
|
|
| > |